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Zwischenstopp am Elementeita-See


Lake Elementeita

Die Landschaft um den Elementeita-See ist gekennzeichnet von vielen kleinen, längst erloschenen Vulkankegeln. Das Land rund um den immer wieder mal austrocknenden See befindet sich auch heute noch vorwiegend im Privatbesitz der Erben des berüchtigten Lord Delamere. Er war um 1900 der politische Anführer und auch streitsüchtige Sprecher der weißen Siedler, die zu jener Zeit in das damalige Protektorat British East Africa strömten.


 

Ein Massaihirte

Ein Massai namens Joseph? Nicht wirklich. Joseph ist "nur" sein englischer Name für uns Touristen.

Auf jeden Fall machte er für uns eine kleine Führung zum See. Da er sehr gut englisch spricht, konnte er uns auch eine Menge über sich und sein Volk erzählen. So verdient er für seine Familie mit solchen Führungen ein wenig Geld hinzu. Sein Vater sieht diesen "Nebenerwerb" zwar nicht besonders gerne, aber gegen das Geld hat er auch nichts einzuwenden. Wichtig ist aber, dass er seinen Verpflichtungen als Hirte nachkommt und sich um seine Rinderherde kümmert, bevor er sich auf sein Fahrrad schwingt und sich auf den ca 25 km weiten Weg zur Lodge macht. Wenn das Fahrrad (das einzige Fortbewegungsmittel der Familie) anderweitig gebraucht wird, müsse er auch schon mal zu Fuß gehen. Als "altem Nomaden" mache ihm das nichts aus, erklärt er uns mit einem Lächeln.

Neben der Familie ist für einen Massai auch das Zugehörigkeitsgefühl zu einer Altersgruppe wichtig. Er gehöre jetzt zu den moran, den Kriegern. Wir müssten uns aber nicht vor ihm fürchten erklärt er uns. Seine Aufgabe sei es, die ihm von seinem Vater anvertraute Rinderherde zu bewachen und -wenn nötig- seine Sippe gegen Feinde zu verteidigen.

Nachdem wir dieses Foto machen durften, erklärte er uns noch, was es mit dem Stock unter seinem Arm auf sich hat. Hiermit verjagen sie die Raubtiere, die ihre Herden zu überfallen drohen. Das konnten wir zunächst nicht glauben. Dann demonstrierte er uns an einem ca. 30 Meter entfernten Kaktus sein können mit diesem Stock. Er zeigte uns eine bestimmte Blüte, warf den Stock und traf diesen Kaktus kurz unterhalb der Blüte. Respekt! Ziel dieser "Waffe" ist es nicht, ein angreifendes Raubtier zu töten, sondern es lediglich zu verjagen. Wenn zum Beispiel ein Löwe solch ein Wurfgeschoss abbekommt, schadet es ihm nicht. Da er aber die "Gefahr" nicht einordnen kann, begiebt er sich lieber auf die Flucht. Wir fanden das genauso wirksam, wie simpel.


Der schlafende Krieger

Diese Bergformation auf der anderen Seeseite wird von den Massai "schlafender Krieger" genannt. Ich denke, es braucht nur wenig Fantasie, um diese Bezeichnung nachvollziehen zu können.

Der "schlafender Krieger" stellte aber laut Joseph früher auch eine Grenze zwischen verfeindeten Massai-Stämmen dar.


 

Flamingos am See

Ständig säumt ein schmales rosa Band aus Flamingos das Ufer des Elementeita-Sees, wenn er nicht gerade einmal wieder ausgetrocknet ist.

Häufig teilen sich "normale" und Zwergflamingos den Lebensraum Salzsee. Sie nehmen ihre Nahrung (Weichtiere, winzige Krebse, sonstige Kleinsttiere oder auch Algen - anderes Leben gibt es in den stark sodahaltigem See kaum) aus dem See auf, indem sie das Wasser durchseihen. Wenn die Flüssigkeit durch den gebogenen Schnabel wieder ausgestoßen wird, fängt eine Filtervorrichtung alles fressbare auf.


 

Eine Rinderherde der Massai

Der Überlieferung nach waren die Massai Gottes auserwähltes Volk, dass seine Rinder direkt vom Himmel erhält.

Noch heute ist das Vieh das wichtigste Gut der Massai, wogegen Landbesitz für das Nomadenvolk fast keinerlei Bedeutung hat. Wichtig ist allein die Anzahl der Rinder, und nicht, wieviel Milch oder Fleisch sie geben.

Aus der Sicht der Massai haben alle anderen Völker nur deswegen Rinder, weil man sie den Massai vor langer Zeit gestohlen hat. Um so unverständlicher kommen ihnen die heutigen Gesetze Kenias vor, die ihnen verbieten, sich "ihre" Rinder bei den Nachbarn "wiederzuholen".


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