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Kenia - Impressionen einer Safari

Zuletzt geändert am 23.04.2009

Kartenausschnitt Ostafrika

Einmal in Freiheit lebende "wilde" Tiere erleben zu dürfen. Das war schon lange ein Traum von mir. Im Jahr 2000 war es dann soweit. Vom 9. bis 23. Februar war ich für 14 Tage in Kenia. Nach über zwölf Stunden Flug von Paderborn über München zum Arap Moi Flughafen in Mombasa landeten wir bei etwa 30 Grad Celsius und einer relativen Luftfeuchtigkeit von rund 70%. So war es ganz gut, dass die 7-tägige Safari nicht sofort begann. Wir aklimatisierten uns erst einige Tage in einer Hotelanlage in Diani Beach, ca. 40 Kilometer südlich von Mombasa. Diani Beach ist Kenias längster Strand.

Dass sich hier teilweise Hotel an Hotel reihen, fällt in Anlagen wie zum Beispiel dem "Safari Beach Hotel" durch die enzerrte Bauweise mit vielen kleinen Rundbungalows und einem zentralem Gebäude mit Rezeption, Restaurant, Shop,... nicht auf. Diese Hotels liegen alle unmittelbar am indischen Ozean und zählen deshalb zu den Hauptzielen der erholungssuchenden Urlauber, die dann dort in den geschützten Lagunen schwimmen und im sauberen, feinkörnigen Sand sonnenbaden.

Aber ein Land wie Kenia hat natürlich viel mehr zu bieten als Sonne, Sand und Meer.... Nach drei Tagen Erholung pur ging es am vierten Tag morgens um 5.00 Uhr wieder Richtung Flughafen Mombasa, von wo aus wir mit einer Linienmaschine nach Nairobi flogen. Dort erwartete uns schon unser Safari-Guide, der uns in den nächsten 7 Tagen Land und Leute, vor allem aber die beeindruckende Tierwelt Kenias näherbrachte.

Das erste Ziel unserer Safari war der Samburu Nationalpark ca. 315 km nordöstlich von Nairobi in Zentralkenia. Wir verließen also die Millionenstadt Nairobi, die wie eine Insel mitten in der Steppe liegt entlang kilometerlanger Kaffee-, Tee- oder Ananasplantagen in Richtung Thika und dann weiter nach Nyeri, dem Hauptort des Kikuyu-Gebietes. In der kleinen Stadt lebte übrigens der Begründer der Pfadfinderbewegung, Lord Baden-Powell, von 1938 bis zu seinem Tod im Jahr 1941. Um sein ehemaliges Wohnhaus herum wurde das Outspan Hotel erbaut. In diesem Hotel legten wir einen Zwischenstopp ein und übernachteten in "very britischem" Ambiente (Kaminzimmer, roter Salon, blauer Salon,...).

Leider hat unsere Pauschalreise eine Exkursion zum wohl berühmtesten Baumhaus der Welt, der Treetops Logde nicht beinhaltet. Mitten im Waldgebiet der Aberdares und in der Nähe eines Wasserloches liegt dieses außergewöhnliche Hotel in den Kronen riesiger Bäume, zu denen man nur über Leitern hinaufgelangt.

Am nächsten Morgen verließen wir das Outspan Hotel in aller Frühe. Nachdem wir die kleine Stadt Nyeri verlassen hatten, konnten wir erstmals den Gipfel des Mount Kenya sehen. Es war zwar etwas diesig an diesem Morgen, doch wir hatten Glück. Meist ist der Gipfeln nämlich wolkenverhangen.
Nach einem kurzen Fotostopp und insgesamt knapp 60 Kilometern erreichten wir Nanyuki. Ein gelbes Schild und ein paar Andenkenläden machen die Touristen darauf Aufmerksam, dass man sich nun genau am Äquator befindet. So genau sollte man es mit dem Wort "genau" allerdings nicht nehmen. Tätsächlich liegt der längste Breitenkreis der Erde nämlich noch ein paar Kilometer weiter am südlichen Ortseingang der Stadt Nanyuki. Warum der Äquator für die Touristen "vorverlegt" wurde lässt sich nur vermuten. Vielleicht liegt die Stelle auf der kleinen Bergkuppe einfach günstiger um hier in den kleinen Läden den Touristen das eine oder andere Souvenir zu verkaufen...

Nach weiteren 80 Kilometern endet in Isolio die "Asphaltstraße". Am Ende der Stadt passiert man einen Polizeikontrollpunkt, wo der Zielort angegeben werden muss. Dieser Kontrollpunkt ist ein Schutz gegen Somali-Banditen, die shiftas, die früher einmal einen Grenzstreit um Kenias Nordgebiet führten. Die weitere Strecke zum Samburu Nationalpark geht es weiter auf einer sehr strapaziösen und staubigen Piste bestehend aus einem Sand-, Staub- und Schottergemisch. Abgesehen davon, dass die kenianischen Nationalparks zum Schutz der Tiere aber auch zum Schutz der Reisenden nur mit entsprechenden Fahrzeugen (Allrad) besucht werden dürfen, kann von einer Weiterfahrt in Richtung Marsabit mit einem normalen PKW nur abgeraten werden. Einerseits ist man auch heute noch nicht überall in den abgelegenen Teilen Kenias vor Überfällen sicher. So ist es nicht selten, dass Busse aus Sicherheitsgründen von Polizei oder dem Militär begleitet werden. Andererseits wird wohl niemand ein besonders Interesse haben, mitten in der Steppe mit seinem Auto ohne Funk, dafür aber mit einer Panne liegen zu bleiben. Marsabit ist zum Beispiel 280 Kilometer von Isolio entfernt. Dazwischen ist nichts als Steppe. Auf das zufällige Vorbeikommen eines Samburu-Hirten kann man sich nicht verlassen. Dafür aber auf den Besuch von Raubtieren (insbesondere Hyänen), die sich ab Einsetzen der Dämmerung auf die Jagd begeben. Wer versucht, zu Fuß Hilfe zu suchen, kann davon ausgehen, die Nacht nicht zu überleben. Das klingt sehr dramatisch, kann es allerdings auch schnell werden, wenn man sich der Gefahr nicht bewusst und leichtsinning ist.

Unser sehr gut informierter und ausgebildeter Safari-Guide brachte uns (wie übrigens an allen Tagen) sicher zur 30 Kilometer von Isolio entfernten Samburu Lodge. Von dort aus unternahmen wir an den kommenden 2 Tagen unsere "Pirschfahrten".

Bildbericht des ersten Safaritages im Samburu-Nationalpark.

Bildbericht des zweiten Safaritages im Samburu-Nationalpark.

Nachdem wir nun zwei sehr eindrucksvolle Safaritage im Samburu Nationalpark verbracht haben, ging es gestärkt nach einem Frühstück weiter. Unser Ziel war der im afrikanischen Grabenbruch gelegene Elementaita See. Unsere Fahrt führte uns zunächst auf der schon vom Hinweg bekannten Strecke in Richtung Isiolo und dann weiter nach Nanyuki. Diesmal hatten wir den Mt. Kenya viele Kilometer als Ziel vor Augen. Von Nanyuki aus ging es weiter in Richtung Westen. Ungefähr 25 km vor Nyahururu verließen wir die bisher einigermaßen gut befahrbare Straße und nahmen eine Abkürzung über einen Wirtschaftsweg der mitten durch riesige Weideflächen führte. Auf diesen Weiden sahen wir jedoch kaum einmal ein "Haus"tier. Dafür gab es allerdings auch hier einzelne Antilopen, ein paar Thompson-Gazellen und sogar hin und wieder einen Straußenvogel. Nachdem wir über 90 Minuten gut durchgeschüttelt wurden, ging es unterhalb des Lake Ol Bolossat etwa in Höhe von Ol Kalou endlich wieder auf eine befestigte Straße. In der nächsten Duka (ein kleiner Laden) genehmigten wir uns erst einmal eine Coke, um zumindest den Staub in Mund und Kehle herunterzuspülen. Wenn man wie ich das erste Mal in Kenia ist, wundert man sich vielleicht, wie weit verbreitet solche Soft Drinks auch auf dem afrikanischen Kontinent sind. Selbst in den abgelegensten Orten findet man mindestens eine Duka mit Werbeschildern, die gemessen an der Größe des Ladens völlig überdimensioniert scheinen.

Nach einer kurzen Pause ging es auf der Hauptstraße weiter südlich in Richtung Gilgil, wo sich eine große Militärbasis und -schule befindet (Hinweis an alle Selbstfahrer: Die ansonsten gut befahrbare Straße verfügt über eine hohe Zahl besonders "mieser" Bodenwellen und Schlaglöcher). Als wir die Stadt quasi umrundet hatten ging es nun in nordöstlicher Richtung weiter, bis wir nach rund 30 km zum ersten Mal unser Etappenziel, den Elementeita-See sehen konnten. In einer Hotelanlage, die um ein ehemaliges Farmhaus des berüchtigten Lord Delamere gebaut wurde machten wir für die nächste Nacht einen Zwischenstopp.

Am nächsten Morgen brachen wir auf, um die "Krönung" unserer Safari zu erleben. Die beiden folgenden Tage führten uns in den Nationalpark Massai Mara, eine natürliche Fortsetzung des Serengeti-Nationalparks in Tansania. Unser Weg führte uns durch die Orte Elementeita, Mau Narok und Enangiperi bis nach Narok quer durch das Great Rift Valley. Hier, in der öden und unwirtlichen Region begegnen einem zum ersten Mal die Massai und auf beiden Seiten der Straße sieht man schon die ersten kleinen Herden von Gazellen, Giraffen und Zebras. Bis zur Mara Sopa Lodge, dem Ausgangspunkt für die kommenden zwei Tage, haben wir jetzt noch rund 100 km vor uns. Die Lodge liegt am südostlichen Rand des Nationalparks, an den Hängen des Oloolaimtia Valley und bietet einen sehr schönen Blick über das angrenzende Tal und einen Teil des Wildschutzgebietes.

Bildbericht des ersten Safaritages in der Massai Mara.

Bildbericht des zweiten Safaritages in der Massai Mara.

Am dritten Morgen in der Massai Mara hieß es leider Abschied nehmen. Wir alle hätten es noch viele Tage in diesem wunderschönen Reservat ausgehalten ohne das die Gefahr der Langeweile bestanden hätte. Doch leider war dies schon unser letzter Tag der Safari und es ging allmählich zurück nach Nairobi, wo etwa gegen 16.00 Uhr unser Flieger nach Mombasa auf uns wartete.

Noch einmal versuchte Hehmed für uns den letzten Zugehörigen der sogenannten "Big Five", das Nashorn zu finden. Nach dem Frühstück fuhren wir deshalb für gut 1 Stunde zum letzten Mal in den Nationalpark. Leider hatten wir kein "Glück". Ein Nashorn bekamen wir nicht mehr zu sehen. Dieser Umstand schmälerte aber die Eindrücke der vergangenen 6 Tage nicht im geringsten. Außerdem, so Hehmed, müssten wir ja auch noch einen Grund haben, um noch einmal nach Kenia zurück zu kommen... Ich glaube, das Gefühl irgendwann einmal wiederkommen zu wollen (zu müssen???) hätte ich bestimmt auch dann gehabt, wenn wir an diesem Tag "sämtliche Nashörner der Massai Mara" gesehen hätten.

Wir verließen die Massai Mara in Richtung Narok und durchquerten so noch einmal einen Teil des Great Rift Valley. Nach einer kurzen Pause und einem letzten grandiosen Blick über den afrikanischen Grabenbruch erreichten wir bald die Schnellstraße Richtung Nairobi. Unsere 7-tägige Safari näherte sich nun unaufhaltsam ihrem viel zu frühen Ende. Gegen ca. 13.00 Uhr erreichten wir "The Carnivore", ein Restaurant der durchaus besonderen Art, in dem wir unsere abschließende Mittagsmahlzeit bekamen. Nach dem Essen hatten wir noch gut 1 1/2 Stunden Zeit, bevor uns der Flieger wieder nach Mombasa zurück brachte. Hehmed machte mit uns deshalb noch eine kurze spontane Stadrundfahrt durch Nairobi, bevor es endgültig Abschied nehmen hieß und wir in unser Hotel am Diani Beach zurückkehrten.

Wer einen Großteil meiner Bilder auf einen Blick sehen möchte, kann diesen externen Link zu www.pervan.de benutzen


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