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Das andere Gesicht Kenias


Letzte Änderung am 21.12.2002

Kenia hat zweifelsohne wunderschöne Seiten. Diese habe ich kennen und auch lieben gelernt. Ein wenig hiervon wollte ich auf den vorherigen Seiten rüberbringen. Vielleicht, so hoffe ich, ist mir das gelungen.

Mathare Valley-Slum

Aber Kenia hat auch ein ganz anderes Gesicht, das Gesicht der Armut, der Not und des Elends.
Das Bevölkerungswachstum in Kenia hat drastisch abgenommen und ist fast zum Stillstand gekommen; aber nicht durch Geburtenkontrolle, sondern durch die AIDS-Toten. Das Ausmaß dieser Seuche ist erdrückend und schier unvorstellbar. An jedem Tag infizieren sich in Afrika 15.000 Menschen neu an AIDS! Täglich 15.000 ! Die Krankheit ist nach wie vor nicht heilbar. Allein in Kenia rafft sie täglich 500 Menschen dahin.


 

Mathare Valley-Slum

Fern ab von den üblichen Touristenrouten liegen die Slums der Großstädte wie Mombasa oder Nairobi.

Im berüchtigten "Mathare Valley"-Slum von Nairobi leben mehr als 150.000 Menschen auf engstem Raum zumeist ohne Trinkwasser, Strom und Abwasserversorgung. Die Wohnbaracken sind längliche Häuser, ähnlich wie Pfahlbauten, ca. 25 Meter lang mit einem Flachdach, ohne Fenster. Neben diesen Baracken sucht sich ein Abwasser- und Jaucherinnsal einen Weg durch unvorstellbar große, stinkende Müllhalden. Die Größe der einzelnen "Wohnungen" beträgt vielleicht 8 Quadratmeter. Wenn überhaupt etwas möbelähnliches vorhanden ist, ist es eine Bettstatt, vielleicht noch eine Art Tisch oder Stuhl. Mehr ist nicht da, mehr würde auch nicht in diese Wohnlöcher hereinpassen. Die Toilette besteht aus einem Loch im Fußboden am Gang und muss von allen benutzt werden. Die Fäkalien türmen sich unter der Baracke bis -vielleicht einmal- ein kräftiger Regen kommt, der alles den Berg hinab in den Jauche-Fluß spült.


Baraka, die Ambulanz der German Doctors

Aber es gibt auch Hilfe. Genau dort nämlich, mitten zwischen den Wellblech- und Lehmhütten haben die "German Doctors" vom Komitee "Ärzte für die Dritte Welt" eine Ambulanz aufgebaut. Unterstützt durch einheimische Übersetzerinnen und Krankenschwestern versuchen sie, hier eine medizinische Basis- und Notversorgung aufrecht zu erhalten. Die Kenianer nennen diese Ambulanz "Baraka" (= Wohltat). Rund 200 Kranke werden hier täglich von den Ärztinnen und Ärzten des Komitees versorgt. Einmal in der Woche werden die Kranken aufgesucht, die den Weg zur Ambulanz nicht mehr schaffen, weil sie zu schwach sind. Bei jedem Hausbesuch dabei ist Rose, die ein vom Komitee finanziertes Ernährungsprogramm in Mathare Valley leitet.


 

Feeding-Rose vor ihrer Küche

Buchstäblich jeder im Slum kennt Feeding-Rose. Gemeinsam mit weiteren Helferinnen bereitet sie täglich für etwa hundert besonders arme Slumbewohner eine warme Mahlzeit. Vor einer der Blechbaracken steht auf offenem Feuer ein riesiger Bottich, in dem Maisbrei, Reis oder Bohnen gekocht und anschließend verteilt werden. Hierhin werden von der Ambulanz diejenigen geschickt, die vor lauter Armut nichts, aber eben auch gar nichts zu essen haben.



Eine Familie vor ihrem "Haus" im Mathare Valley

Wir Touristen werden von den Slums "ferngehalten". Nach einem privaten "Ausflug" nach Mombasa kann ich mir die Situation im Mathare Valley -so denke ich mir- einigermaßen gut vorstellen. Ich kenne Feeding Rose (leider) nicht persönlich. Aufgrund der Schilderungen von Professor Dr. Eike Uhlich und meinen Erfahrungen mit der kenianischen Mentalität der Solidarität habe ich jedoch höchsten Respekt vor ihrer Arbeit. Sie schafft es Trost und vielleicht auch ein wenig Hoffnung zu spenden, wo beides eigentlich schon verloren scheint.



AIDS-Waisenkind im Mathare-Slum

Die Hoffnung stirbt zuletzt. Ein Satz, der gerade in Deutschland gerne für die banalsten Dinge "missbraucht" wird, trifft hier im Slum von Mathare Valley auf brutalste Weise zu. Dabei kann jeder von uns helfen! Jeder auf seine Weise. Alles, was sich von der satten Zufriedenheit des Unbeteiligten abhebt hat einen Sinn. Sei es die Spende des "kleinen Mannes von der Straße" oder der zeitlich begrenzte ärztliche Einsatz.


Logo des Komitees "Ärzte für die 3. Welt"

Informationen wie man helfen kann gibt es auf der Hompage des Komitees "Ärzte für die Dritte Welt". Mit einem Klick auf das nebenstehende Logo gelangt man direkt zu den Ärzten für die Dritte Welt.

Greenpeace Deutschland hat in der Magazin-Ausgabe 05/2000 Bernhard Ehlen, dem Gründer und Geschäftsführer vom Komitee "Ärzte für die Dritte Welt" einen wie ich finde sehr interessanten Bericht gewidmet.



Die detaillierten Informationen über die Verhältnisse im Mathare Valley habe ich mit freundlicher Genehmigung von Prof. Dr. Eike Uhlich seinem Buch BRIEFE AUS ZWEI WELTEN entnommen. Außerdem bedanke ich mich ganz herzlich bei ihm und bei dem Komitee "Ärzte für die Dritte Welt" für die Fotos, die ich hier veröffentlichen durfte!


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