Der zweite Tag im Samburu Nationalpark - Teil 2
Letzte Änderung am 12.05.2005

Hier brütet ein Adlerpärchen in der Krone einer großen Schirmakazie. Wenn nicht einer der Altvögel oberhalb des Nestes sitzen würde, hätten wir dieses Nest sicher nicht bemerkt. Man muss schon genau hinschauen, um es zu erkennen.

"Und komm mir ja nicht ohne einen Löwen nach Hause." Diesen Satz habe ich vor meinem Abflug von Freunden des öfteren gehört. Natürlich sollte ich keinen Löwen mitbringen, aber wenigstens einen gesehen haben... Und nun hatten wir am zweiten Tag schon wieder einen Löwen gesehen. Es sollten in den nächsten Tagen sogar noch einige mehr werden. Obwohl Löwen die meiste Zeit des Tages schlafend oder zumindest dösend verbringen, fühlte sich dieser hier durch unsere Anwesenheit scheinbar gestört. Wenige Augenblicke nach dem Foto zog er es vor, im Gebüsch zu verschwinden.

Wieder ein Bild, welches wir nur dem wachsamen Auge von Hehmed verdanken. Was er alles gesehen hat, obwohl er sich eigentlich auf Fahrzeug und Gelände konzentrieren musste, war schon enorm. Afrikanische Krokodile werden bist zu 5,50 Meter lang und wiegen dann fast eine Tonne. Während der Jagd verschließt ein Muskel den Rachen des Krokodils, damit es unter Wasser das Maul aufreißen kann. Krokodile jagen oft Beute, die zu groß ist, um sie zu verschlucken. Andererseits sind Kiefer und Zähne nicht zum kauen geeignet. Deshalb zerreißen sie ihre Beute, indem sie sie herumschleudern oder festhalten und sich dabei um sich selbst drehen. Wenn das nicht gelingt, wird das Beutetier unter Wasser zwischen Steinen oder überhängenden Ästen festgeklemmt. Wenn das Fleisch aufgeweicht ist, läßt es sich leichter zerreißen.

In diesem fast völlig ausgetrockneten Flussbett suchen Marabus und Geier nach etwas Fressbarem. Und wenn es nur ein paar Brocken Aas sind...
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